Denkart

Warum ist die therapeutische Arbeit sinnvoll?

Die Unterstützung von Kindern mit Lernstörungen ist zwangsläufig nur mit therapeutischen Interventionen möglich.

Daneben gehe ich aber auch neue Wege. Aktuelle Forschungen zeigen auf, das viele Betroffene gerade nach einer Erkrankung wie Depression oder Burnout oft noch über einen sehr langen Zeitraum in der kognitiven Leistungsfähigkeit gemindert sind. Dies kann den Erfolg einer psychotherapeutischen Behandlung schmälern und die Betroffenen wieder in eine neues Tief ihrer Erkrankung stürzen.

Callosum – Die Denkmanufaktur möchte hier nicht nur therapeutisch, sondern auch wissenschaftlich einen Beitrag leisten und evaluiert die Maßnahmen und Angebote mit den Klienten regelmäßig.

Natürlich spielt auch meine persönliche Überzeugung eine große Rolle in der Tätigkeit.

Das Gehirn arbeitet mit erlernten und einprogrammierten Abläufen, welche immer wieder „abgespielt“ werden. Um Veränderungen zu bewirken, müssen diese Abläufe neu gelernt, trainiert, angepasst oder umgepolt werden. Dies bedeutet für die Betroffenen sehr viel Eigenleistung, benötigt aber auch einen Leitfaden und Richtungsweisenden.

Bewältigungsstrategien und Konzepte werden grundsätzlich mit den Klienten gemeinsam besprochen und entwickelt. Mir ist wichtig, dass sich der Betroffene und auch die Angehörigen damit identifizieren und dies in ihren persönlichen Alltag einbauen können.

Vorgaben, die nicht zum Lebensstil passen, nutzen in keinem therapeutischen Konzept. Auch Kinder haben sehr früh einen familiär vorgegebenen eigenen Lebensstil. Darum ist es mir persönlich wichtig, von Anfang an die Persönlichkeit, die Eigenheiten und Vorlieben zu inkludieren. Auch soll unabhängig vom Alter des Klienten Fragen wie biographische Entwicklung, Bedarf an Unterstützung, sowie Nutzung vorhandener Ressourcen, aber auch die Erwartung an mich und die gemeinsame Zielplanung erörtert werden.

Wie geht das?

Eines ist klar: Unser Gehirn braucht Regeln! Besonders Kinder hören es nicht besonders gerne, wenn sie sich an Regeln halten müssen.

Aber Regeln gestalten unseren Alltag, unser Miteinander und unser individuelles, persönliches und erlerntes Verhalten. Ohne Regeln kann unser Gehirn nicht arbeiten.

Regeln bedeuten nicht: „Du darfst…“ oder „Du darfst nicht…“, aber man kann sich diese wie Haltestellen einer Buslinie vorstellen, die das Gehirn in Bruchteilen von Sekunden abfährt und daraus unser Verhalten und unsere Reaktion generiert.

Dies ist natürlich erlernten Regeln  geschuldet, die Verbote und Gebote beinhalten. Diesen Rahmenfahrplan benötigt jedoch jedes Gehirn von Anfang an.

In der Denkmanufaktur arbeiten wir daran, einzelne Rahmenfahrpläne zu korrigieren, sowie Haltestellen zu streichen oder zu ergänzen.

Lehren heißt, ein Feuer entfachen und nicht, einen leeren Eimer zu füllen.

Meine Denkart

 

Für mich als Therapeut, Trainer, Dozent und v.a. als Hochsensible Person zu agieren, bedeutet es, nicht nur Diagnosen abzu­arbeiten oder Probleme zu lösen, sondern bei meinem Gegenüber das Wissen und Verständnis für den jeweiligen Hintergrund zu schaffen, sowie die emotionalen Aspekte – gerade bei Kindern – zu berücksichtigen und zu inkludieren.

 

„Alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher“ hat Albert Einstein gesagt.

 Ich möchte dem anfügen, das Neues zu lernen nicht nur einfach sein kann, es soll, ja es muss auch Spaß machen und noch besser den Lernenden begeistern!

Denn nur wer mit Freude lernt, befähigt sein Gehirn Neues aufzunehmen und Wissensverknüpfun­gen zu schaffen. Dementsprechend soll auch ein therapeutisches Arbeiten mit Lachen, Spaß und ungewöhnlichen Aktivitäten verknüpft werden, damit unserem Gehirn ein möglichst vielfältiger Zugang durch breite Sinnesstimulation angeboten werden kann.

Meine Aufgabe ist die Unterstützung in der Ermöglichung von Lernprozessen und die bedürfnisori­entierte, kreative sowie ergebnisoffene, aktivierende Methodik und Anleitung zur Selbstständigkeit.

Gerne unterstütze ich auch bei der Beratung von Angehörigen und Anpassung der Umwelt an die Klienten. Ein wichtiger Stellenwert ist mir generell die Perspektive- statt Prognose-orientierte Arbeit.

„Mit den Jahren runzelt die Haut. Die Seele aber runzelt mit dem Verzicht auf Begeisterung.“                     

Albert Schweitzer

Ich freue mich, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe!

close

Newsletter

Für Informationen zu Vorträgen, Veranstaltungen und Aktivitäten tragen Sie sich bitte für den Newsletter ein.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.